Was der Shutdown im Oktober für den Reiseverkehr bedeutet
Die US-Regierung wurde am 1. Oktober um Mitternacht offiziell geschlossen, nachdem es den Gesetzgebern nicht gelungen war, ein Ausgabengesetz zu verabschieden. Es ist der erste Shutdown seit sechs Jahren, nach dem längsten in der Geschichte, der im Dezember 2018 begann und eine Rekorddauer von 35 Tagen hatte. Die Auswirkungen sind unmittelbar und weitreichend, mit potenziellen Folgen für Flughäfen, Nationalparks und Museen im ganzen Land.

Die Flughäfen werden nicht zum Stillstand kommen, aber sie werden auch nicht reibungslos funktionieren. Die US Travel Association (USTA) warnte, dass es an den Flughäfen des Landes zu längeren Warteschlangen bei der TSA und zu möglichen Flugverspätungen und -streichungen kommen könnte, wenn es zu Personalengpässen kommt. TSA-Agenten und Fluglotsen werden weiterhin arbeiten, da sie als unverzichtbare Arbeitskräfte gelten. Der Haken an der Sache ist jedoch, dass sie bis zur Beendigung des Shutdowns ohne Bezahlung arbeiten müssen, was zu einem Anstieg der Fehlzeiten führen könnte. Während des Shutdowns 2018-2019 meldeten sich an den TSA-Kontrollstellen bis zu 10 Prozent der Kontrolleure krank, was zu vorübergehenden Schließungen an großen Flughäfen führte.
Für Reisende ist es derzeit am besten, davon auszugehen, dass der Aufenthalt am Flughafen länger dauert als gewöhnlich. Eine frühere Ankunft als in normalen Zeiten, die Mitnahme von wichtigen Dingen wie Medikamenten, Ladegeräten und Snacks im Handgepäck und die Buchung von Nonstop-Flügen, wenn möglich, können dazu beitragen, dass der Prozess reibungsloser und weniger stressig verläuft.
Nationalparks: offene Pforten, eingeschränkter Service

Die Nationalparks der USA sind oft die sichtbarsten Opfer einer Schließung. Der Herbst ist eine der beliebtesten Jahreszeiten für Orte mit epischen Herbstfarben z.B. Rocky Mountain.
Der derzeitige Shutdown wirkt sich auch auf die Nationalparks aus. Der National Park Service wurde angewiesen, die Parks offen zu halten. Aber da die Mitarbeiterzahl in den Parks reduziert wird, müssen Besucher auf einige Services und Besucherdienste verzichten. Laut dem US-Innenministerium bleiben für die Zeit des Shutdowns nur Ranger und Feuerwehrkräfte im Einsatz, während der Großteil der Mitarbeiter nicht arbeitet. Besucherdienste wie Informationszentren, Ranger-Programme, Wartungsdienste und andere angebotene Programme fallen weg. Ebenso werden Websites und Social-Media-Kanäle nicht gepflegt. Die meisten der rund 16.000 Mitarbeiter der Behörde werden voraussichtlich beurlaubt. Das bedeutet, dass weit weniger Ranger zur Verfügung stehen werden, um Toiletten zu reinigen, Müll zu sammeln und grundlegende Sicherheitsvorschriften durchzusetzen. Straßen, Wege und Gedenkstätten sind in den Parks weiterhin zugänglich, allerdings entfallen auch hier regelmäßige Wartungen.
Parks, die Gebühren für Federal Lands Recreation Enhancement (FLREA) erheben, dürfen in der Shutdown Phase die darüber generierten Einnahmen zur Reinigung von Toiletten und Campingplätzen oder zur Müllentsorgung nutzen. In Einzelfällen können Konzessionen für Shops oder Lodges in den Parks weiterlaufen.
Das Problem von fehlendem Aufsichtspersonal ist allerdings nach Ansicht ehemaliger Parkleiter riskant: Bei früheren Shutdowns kam es vielerorts zu Vermüllung, Vandalismus und Sicherheitsproblemen, worunter Besucher und die Natur litten.
Das Utah Office of Tourism teilt mit, dass die fünf großen Nationalparks des Bundesstaates – Arches, Bryce Canyon, Canyonlands, Capitol Reef und Zion – weiterhin geöffnet seien. Zwar entfielen Besucherzentren und rangergeführte Programme und der „Timed Entry“-Zugang im Arches Nationalpark sei ausgesetzt, aber Campingplätze, Toiletten, Müllentsorgung und Notfallrettung blieben verfügbar.
Auch der Grand Canyon bleibt für Besucher zugänglich. Die Grand Canyon Conservancy teilt mit, dass Straßen, Aussichtspunkte und Wanderwege offen seien, Eintrittsgebühren derzeit aber nicht erhoben würden. Staatlich betriebene Gebäude, einschließlich Besucherzentren, seien geschlossen, während privat betriebene Dienste wie Hotels, Restaurants, Shops und Shuttlebusse aber regulär weiterliefen.





